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Heizkosten-Rechner: Jahreskosten und Kosten je m² berechnen

Heizkosten = Jahresverbrauch in kWh × Arbeitspreis je kWh. Ein Einfamilienhaus mit 140 m² und 18.000 kWh Gas zahlt bei 11 ct/kWh rund 1.980 € im Jahr, also etwa 14 € je m². Der Heizspiegel 2025 stuft Gasgebäude bis 121 kWh/m² als „mittel“ ein, ab 208 kWh/m² als „zu hoch“. Der Rechner ordnet Ihr Haus ein und zeigt den CO₂-Ausstoß.

Heizkosten berechnen

Verbrauch aus der letzten Abrechnung eingeben, Preis bei Bedarf anpassen.

Näherung

Vorbelegung Stand 2026, brutto inkl. CO₂-Preis.

– Heizkosten pro Jahr
– Kosten je m² und Jahr
– Endenergie je m² und Jahr
– CO₂-Ausstoß pro Jahr
niedrigmittelerhöhtzu hoch

Einordnung nach Heizspiegel für Deutschland 2025 (co2online, Abrechnungsjahr 2024) für die Gebäudegröße Ihres Hauses; die Klassen enthalten Raumwärme und Warmwasser. Umrechnung: 1 l Heizöl = 10 kWh, 1 kg Pellets = 4,8 kWh. CO₂-Faktoren: Erdgas 0,201, Heizöl 0,266, Pellets 0,021, Strom 0,344, Fernwärme 0,26 kg/kWh (Umweltbundesamt, Strommix 2025, vorläufiger Wert; Fernwärme netzabhängig).

Wie wird gerechnet?

Der Rechner arbeitet in drei Schritten. Zuerst wird der Verbrauch in Kilowattstunden Endenergie umgerechnet: Gas, Fernwärme und Strom liegen bereits in kWh vor, Heizöl wird mit 10 kWh je Liter und Pellets mit 4,8 kWh je Kilogramm bewertet. Dann werden die Kosten gebildet: Verbrauch × Arbeitspreis. Der Grundpreis Ihres Vertrags, Schornsteinfeger, Wartung und Tankreinigung bleiben außen vor, weil sie in der Heizkostenabrechnung getrennt ausgewiesen werden und der Heizspiegel ebenfalls mit Energiekosten arbeitet.

Im dritten Schritt wird der Verbrauch je Quadratmeter beheizter Wohnfläche gebildet und mit den Klassen des Heizspiegels verglichen. Die Klassen unterscheiden nach Energieträger und nach der Wohnfläche des gesamten Gebäudes (80–150 m², 150–250 m², 250–500 m²). Sie enthalten Warmwasser; wer einen Durchlauferhitzer nutzt, bekommt deshalb pauschal 24 kWh/m² (Wärmepumpe 9,6 kWh/m²) für den Vergleich aufgeschlagen, so wie es der Heizspiegel-Flyer vorsieht. Der CO₂-Ausstoß ist Endenergie × Emissionsfaktor.

Beispiel: Reihenhaus mit Ölheizung

130 m² Wohnfläche, 2.400 Liter Heizöl im Jahr, Preis 1,60 € je Liter. Endenergie: 2.400 × 10 = 24.000 kWh. Kosten: 3.840 €, also 29,54 € je m². Verbrauch je m²: 24.000 / 130 = 185 kWh. Für Heizöl in der Klasse 80–150 m² liegt die Grenze „mittel“ bei 165 und „erhöht“ bei 263 kWh/m²: Das Haus ist „erhöht“, jedes zweite vergleichbare Haus verbraucht weniger. CO₂: 24.000 × 0,266 = 6.384 kg pro Jahr. Mit einer Wärmepumpe (JAZ 3,2) bräuchte dasselbe Haus bei 85 % Kesselwirkungsgrad rund 6.400 kWh Strom, etwa 1.530 € bei 24 ct/kWh und 2.200 kg CO₂ – die Rechnung dazu liefert der Wärmepumpen-Rechner.

Heizspiegel 2025: Klassen für Einfamilienhäuser (80–150 m²)

Energieträger niedrig bis mittel bis erhöht bis zu hoch ab Kosten „mittel“
Erdgas62 kWh/m²12120720813,60 €/m²
Heizöl100 kWh/m²16526326416,40 €/m²
Fernwärme38 kWh/m²8919119215,20 €/m²
Wärmepumpe (Strom)20 kWh/m²3682839,20 €/m²
Holzpellets74 kWh/m²1482492508,80 €/m²

Quelle: Heizspiegel für Deutschland 2025, co2online, Abrechnungsjahr 2024, Werte inklusive Warmwasser. Die Kosten je m² beruhen auf den Preisen des Jahres 2024; mit den Preisen vom September 2026 fallen die Beträge für Heizöl und Pellets deutlich höher aus. Auffällig ist der Abstand zwischen Öl und Gas: Ölheizungen stehen häufiger in älteren, ungedämmten Häusern, deshalb liegen ihre Klassengrenzen höher.

Wer über dem Mittelwert liegt, hat zwei Stellschrauben: die Anlage und die Hülle. Für die Anlage ist die Heizungsoptimierung mit hydraulischem Abgleich der erste Schritt, für die Hülle die geförderte Energieberatung. Ob ein Wechsel auf die Wärmepumpe sinnvoll ist, hängt an Heizlast und Vorlauftemperatur – dazu der Magazinbeitrag Wärmepumpe im Altbau.

Häufige Fragen zu Heizkosten

Was sind normale Heizkosten pro Quadratmeter?
Nach dem Heizspiegel 2025 (Abrechnungsjahr 2024) liegt ein Einfamilienhaus mit Erdgas im Mittel bei rund 13,60 € je m² und Jahr, mit Heizöl bei 16,40 €, mit Fernwärme bei 15,20 €, mit Wärmepumpe bei 9,20 € und mit Pellets bei 8,80 €. Werte über 23 € je m² (Gas) gelten als zu hoch. Für 2025 rechnet co2online mit rund 15 % höheren Gaskosten.
Wie rechne ich Liter Heizöl und Kilogramm Pellets in kWh um?
Ein Liter Heizöl EL enthält rund 10 kWh Heizwert, ein Kilogramm Holzpellets etwa 4,8 kWh (ENplus A1 mindestens 4,6 kWh). Ein Kubikmeter Erdgas entspricht je nach Gasqualität 9,5 bis 11 kWh; die Abrechnung Ihres Versorgers weist den Verbrauch bereits in kWh aus. Der Rechner übernimmt die Umrechnung automatisch.
Warum ist die Wärmepumpe im Heizspiegel bei 36 kWh/m² „mittel“, Gas erst bei 121?
Die Heizspiegel-Klassen für Wärmepumpen beziehen sich auf den Stromverbrauch, nicht auf die erzeugte Wärme. Eine Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3,3 macht aus 36 kWh Strom rund 120 kWh Wärme – also dieselbe Größenordnung wie ein Gashaus. Deshalb dürfen die Klassen verschiedener Energieträger nicht direkt miteinander verglichen werden.
Welche Preise sind im Rechner vorbelegt?
Stand September 2026: Erdgas rund 11 ct/kWh (Neukundentarife laut Verivox, inkl. CO₂-Preis von 55 bis 65 € je Tonne), Heizöl rund 1,60 € je Liter (heizoel24, Bundesdurchschnitt am 13.09.2026 für 3.000 l; im Frühjahr 2026 lag der Preis noch bei rund 1,00 €), Pellets rund 420 € je Tonne (DEPI-Preisindex August 2026), Wärmepumpenstrom rund 24 ct/kWh (Verivox: Neukundentarife 20,7 ct, Durchschnitt der Heizperiode 25,7 ct), Fernwärme rund 14 ct/kWh. Tragen Sie den Arbeitspreis aus Ihrer Abrechnung ein, der Grundpreis ist nicht enthalten.
Wie wird der CO₂-Ausstoß berechnet?
Endenergie in kWh multipliziert mit dem Emissionsfaktor des Energieträgers: Erdgas 0,201 kg, Heizöl 0,266 kg, Holzpellets 0,021 kg, Strom 0,344 kg (deutscher Strommix 2025, vorläufiger Wert des Umweltbundesamts) und Fernwärme rund 0,26 kg je kWh (netzabhängig). Quelle sind die Emissionsfaktoren des Umweltbundesamts. Der Energieausweis nach GEG verwendet abweichende, in Anlage 9 festgelegte Faktoren.
Wie senke ich hohe Heizkosten am schnellsten?
Ohne Bauarbeiten: Heizkurve absenken, Nachtabsenkung prüfen, hydraulischer Abgleich nach Verfahren B (förderfähig mit 15 %), Dämmung der Heizungsrohre im Keller. Mit Bauarbeiten: oberste Geschossdecke und Kellerdecke dämmen, weil hier das Verhältnis von Kosten zu Einsparung am besten ist. Welche Reihenfolge sich bei Ihrem Haus rechnet, zeigt der Sanierungsfahrplan.

Grenzen der Berechnung

  • Grundpreise, Zählermiete, Wartung, Schornsteinfeger und Tankkosten sind nicht enthalten.
  • Der Verbrauch eines einzelnen Jahres schwankt mit der Witterung um ±10 bis 15 %; der Heizspiegel bereinigt das nicht.
  • Die Heizspiegel-Klassen gelten für zentral beheizte Wohngebäude und für die Wohnfläche des gesamten Gebäudes, nicht für Einzelwohnungen.
  • Fernwärme hat je nach Netz sehr unterschiedliche Preise und Emissionsfaktoren; der Wert 0,26 kg/kWh ist ein Orientierungswert für überwiegend fossil betriebene Netze.
  • Preise sind Momentaufnahmen vom September 2026 und ändern sich mit CO₂-Preis, Netzentgelten und Beschaffung.

Quellen

  • co2online gGmbH: Heizspiegel für Deutschland 2025, Vergleichstabelle Abrechnungsjahr 2024 (heizspiegel.de).
  • Umweltbundesamt: Emissionsfaktoren für Brennstoffe und Strommix (CO₂-Emissionsfaktor Strom 2025: 344 g/kWh, vorläufig; 2024: 353 g/kWh; Stand März 2026).
  • Verivox: Preisentwicklung Gas und Wärmepumpenstrom, Stand September 2026; BDEW-Gaspreisanalyse 2026.
  • heizoel24: Heizölpreis Bundesdurchschnitt für 3.000 l, Stand 13.09.2026; Deutsches Pelletinstitut (DEPI): Pelletpreisindex August 2026.
  • Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG): nationaler CO₂-Preis 2026 im Korridor 55–65 € je Tonne.
  • Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024), Anlage 9: Emissionsfaktoren für den Energieausweis.